ENTSTEHUNG DES FUTURES-HANDELS

VOM FORWARD ZUM FUTURES

Der moderne Terminbörsenhandel wurde 1848 in Chicago, das infolge der Erschliessung des amerikanischen Mittelwestens zum Handelszentrum für Weizen, Mais und andere landwirtschaftliche Güter aufgestiegen war, mit der Gründung der Chicago Board of Trade (CBOT) durch eine Gruppe von 82 Kaufleuten aus der Taufe gehoben.

Neben dem Kassa- oder Spothandel fand zunächst ein reger Handel mit individuellen Forward-Kontrakten statt, bis die CBOT 1865 als Reaktion auf die häufigen Ausfälle einer Vertragsseite standardisierte Forward-Kontrakte, die sogenannten Futures-Kontrakte, einführte. Durch die Standardisierung der Kontraktmengen, -qualitäten und Liefertermine wurde die rein finanzielle Glattstellung eines Kontrakts durch das Eingehen einer entsprechenden Gegenposition erstmals ermöglicht.

Darüber hinaus wurde die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung, der sogenannten Margin, bei einer unabhängigen dritten Partei, ab 1925 Clearing House genannt, verlangt.