FUTURESMECHANISMUS

Prozess der Preisfindung

Die relativ hohe Volatilität von gehandelten Futures-Kursen ist in erster Linie auf die unzähligen Faktoren zurückzuführen, welche einen Einfluss auf die Marktbeurteilung von Käufern und Verkäufern haben. Dabei muss von diesen beurteilt werden, wie viel ein bestimmter Rohstoff zu einem zukünftigen Zeitpunkt (je nach Kontraktlaufzeit in der Regel zwischen einem Monat und zwei Jahren) wert sein wird. Kommen neue Angebots- und Nachfragefaktoren zum Tragen und gelangen neue oder genauere Informationen zu den Marktteilnehmern, erfolgt eine Neubeurteilung, was eine Preisberichtigung zur Folge haben kann. Dieser Preisfindungsprozess ist fortlaufend.

Somit widerspiegelt die Preisfindung zwischen Käufern und Verkäufern zum Beispiel bereits im Januar den Wert eines Rohstoffes mit Juli-Laufzeit, welcher dieser am Ende der Laufzeit haben wird. Jeden Tag kann dabei der Wert mit einer Zunahme oder Abnahme auf wechselnde Erwartungen reagieren.

Diese kompetitive stete Preisfindung stellt eine zentrale ökonomische Errungenschaft des Futures-Handels dar. Dabei werden an den Terminhandelsbörsen die verfügbaren Informationen in die Sprache des Preises übersetzt. Zusammengefasst sind Futures-Kurse stetig wechselnde Barometerstände von Angebot und Nachfrage in einem dynamischen Marktumfeld; die einzige Sicherheit ist dabei der stetige Preiswechsel.