FUTURESMECHANISMUS

Physische Lieferung

Effektiv kommt es jedoch nur bei ca. 3 Prozent aller Futures-Kontrakte zu einer physischen Lieferung; demnach werden rund 97 Prozent durch das Eingehen einer Gegenposition glattgestellt. Bei Ablauf der Kontraktlaufzeit eines Futures widerspiegelt dieser den Kassakurs (Barpreis) eines Rohstoffes. Diese Gleichstellung mit dem Barpreis bei Auslauf macht eine effektive Absicherung mit Futures gegen eine gegenläufige Preisentwicklung erst möglich. Die Gleichstellung am Ende der Laufzeit mit dem Barpreis erfolgt deshalb, weil auch nur minimale Preisunterschiede sofort ausgenützt würden.

Es gibt zwei Hauptgruppen von Futures, die Financial Futures einerseits und die Non-Financial oder Rohstoff-Futures (Commodity) andererseits. Den Financial Futures liegen als Basiswerte Finanz-instrumente zugrunde und sie können dementsprechend in Zins-, Devisen- und Aktien-Futures unterteilt werden. Commodity Futures basieren auf vielfältigen realen physischen Gütern wie z.B. Rohöl, Metallen oder landwirtschaftlichen Produkten. Die InterPenn Capital AG handelt fast ausschliesslich mit Commodity Futures. Rohstoff-Futures verpflichten in der Regel am Ende der Laufzeit zur physischen Lieferung (Short Position) resp. zum Bezug des Basiswerts (Long Position).


Effektiv kommt es jedoch nur bei ca.
3 Prozent aller Futures-Kontrakte
zu einer physischen Lieferung.


Hauptsächlich gibt es zwei Gründe für die hohe Prozentzahl glattgestellter Futures vor dem physischen Settlement. Einerseits ist ein physischer Handel kompliziert, da – abgesehen von Edelmetallen – bei den meisten Rohstoffen die Kosten für Transport und Lagerung unverhältnismässig hoch sind. Ausserdem sind viele Agrarrohstoffe verderblich und erfordern eine ununterbrochene Kühlung. Um dennoch von Preisentwicklungen jeweiliger Rohstoffe profitieren zu können, beschränkt sich der Handel innerhalb der Investmentwelt fast ausschliesslich auf den Futures-Handel an den internationalen Terminbörsen. Andererseits wird auch von Hedgern wie z.B. Produzenten der finanzielle Ausgleich und damit eine Glattstellung bevorzugt, weil die von der Börse vorgegebenen Lieferorte suboptimal wären oder weil auch der Basiswert nicht exakt dem vom Hedger abgesicherten Produkt entspricht. Deshalb wäre die Aussage, dass fast 97 Prozent aller Marktpositionen auf Spekulation beruhen, falsch.