MARGINSYSTEM

Initial Margin

Für jeden einzelnen gekauften bzw. verkauften Futures-Kontrakt muss beim Broker eine Sicherheitsleistung, engl. Initial Margin, hinterlegt werden. Diese dient zur Sicherheit, um allfällige Verluste auch decken zu können und somit ein Ausfallrisiko zu unterbinden.

Da durch den Abschluss (Matching) eines Futures noch kein rechtlicher Übergang an Eigentum des behandelten Basiswertes stattfindet, entspricht die Initial Margin nur einem Teilbetrag des vollen Kontraktwertes. Festgelegt durch den Börsenplatz, ist diese je nach gehandeltem Rohstoff unterschiedlich und entspricht in der Regel 5 bis 10 Prozent der Kontraktgrösse. Sie wird so hoch berechnet, dass sie dem zum aktuellen Zeitpunkt antizipierten maximalen Tagesanstieg bzw. -einbruch des entsprechenden Marktes nachkommt. Der Börsenplatz verfolgt fortlaufend die Marktgegebenheiten und Risiken und kann wenn notwendig jederzeit die Initial Margin pro Kontrakt erhöhen oder reduzieren. Der Broker/FCM kann eine höhere Sicherheitsleistung als vom Börsenplatz vorgegeben verlangen, jedoch nie eine kleinere.

Resultiert ein Gewinn oder Verlust auf die ge-haltene Position, wird dieser dem Konto (Margin Account) täglich gutgeschrieben oder belastet. Dieses Verfahren wird als Mark-to-Market-Bewertung der offenen Futures-Positionen bezeichnet.