FUTURESMECHANISMUS

Handel

Der Käufer des Basiswerts hält die sogenannte Long-Position, der Verkäufer des Basiswerts die entsprechende Short-Position. Mit Futures lässt sich gleichermassen bei steigenden wie fallenden Kursen Gewinn realisieren. Bei einem Gewinn auf fallendem Kurs wird der Basiswert anhand einer Short-Position zuerst veräussert und bei einem tie-feren Kurs mit dem Eingehen einer Long-Position durch die Glattstellung dieser Position realisiert.

Im Unterschied zu Optionen verpflichten Futures-Kontrakte zum Handel. Ein Verzicht auf den vereinbarten Kauf oder Verkauf ist nicht möglich. Eine physische Lieferung bzw. ein Bezug kann nur durch das Glattstellen (sprich durch Eingehen einer Gegenposition und daraus folgende Neutralisierung) vermieden werden. Darum wird der Futures-Handel auch unbedingtes Termingeschäft genannt.

Will ein Spekulant zu einem gewählten Kurs eine Futures-Position eröffnen (Long- oder Short-Position), wird am entsprechenden Börsenplatz automatisch, heute meist elektronisch, eine entsprechende Gegenpartei gefunden. Dieses Zusammenführen zweier Marktteilnehmer wird Matching genannt. Futures-Kontrakte werden entsprechend immer zwischen zwei anonymen Parteien abgeschlossen; dabei gilt: Des einen Verlust ist des anderen Gewinn. Das Schliessen der Position kann unabhängig von der Gegenpartei vollzogen werden.